Ganz ohne Zusätze: Selbstgemachte Gemüsebrühe-Paste

Eine Sache, die mich schon immer sehr stört, sind die ganzen Zusätze im Essen. Von Tütchen á la Maggi, Knorr & Co hab ich mich eh schon vor Jahren verabschiedet, da mir die meisten einfach zu künstlich schmecken und mal ganz ehrlich: Was hat das Einrühren des Beutelinhalts in Wasser oder Milch noch mit Kochen zu tun..? Ein kleiner Helfer, auf den ich dennoch gerne zurückgreife, ist Gemüsebrühe oder Fleischbrühe. Unzählige Male bin ich von Laden zu Laden gerannt, habe endlose Listen von Zusatzstoffen gelesen und verzweifelt nach einer Brühe gesucht, die so naturbelassen wie möglich ist. Die einzigen, die da so halbwegs ok waren, hab ich in den Bioläden gefunden.

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Karotten, Sellerie und Lauch bilden eine gute Basis für die Gemüse-Paste

Gemüsebrühe – simple Grundlage für viele Gerichte

Aber wieso mühen wir uns für solche Dinge eigentlich so ab, wenn eine Gemüsebrühe doch das Einfachste ist, was es gibt? Je nach Geschmack werden Sellerie, Lauch, Karotten, Petersilienwurzel und verschiedene Kräuter in Wasser gekocht, gewürzt und schon ist die Brühe fertig! Tja, wenn es euch so wie mir geht, dass ihr häufig nur 200 ml Brühe braucht, um dem Essen den letzten Schliff zu geben, dann kennt ihr das Problem. Das muss doch auch einfacher gehen…

Tut es auch! Ich hab das Ganze selbst in gepresste bzw pürierte Form gebracht und kann so je nach Bedarf etwas Masse entnehmen, ins Wasser einrühren und muss nur noch etwas nachwürzen. Das Rezept hab ich hier für euch:

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Grob zerkleinert ist das Gemüse für den Standmixer kein Problem

Die Zutaten

  • 1 kg Karotten
  • 1 Knolle Sellerie
  • 3 Stangen Lauch
  • Kräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Majoran, …)
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Sieht nicht so lecker aus, schmeckt aber prima: Gemüse-Paste als Basis für Saucen, Suppen & Co.

Das Rezept

Karotten, Sellerie und Lauch putzen und grob zerteilen, Kräuter waschen und grob hacken. Alles zusammen mit etwa 250 g Salz in den Standmixer* geben und pürieren. Anschließend in Schraubgläser abfüllen und im Kühlschrank lagern. Eine weitere Version der Aufbewahrung ist auch, die Paste in Eiswürfelformen zu füllen und dann einzufrieren. Gefroren könnt ihr sie dann entnehmen und in einen Beutel füllen, dann die nächsten in der Form einfrieren usw.

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Aufgehobene und gespülte Gläser dienen als umweltfreundliche Aufbewahrungsmethode

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Wie ihr auf dem Foto seht, hab ich eine Packung Tiefkühlkräuter verwendet, da ich zu spät gemerkt habe, dass meine Kräutertöpfe irgendwie doch nicht mehr so viel hergeben. Natürlich könnt ihr auch die Zutaten je nach Geschmack variieren und zum Beispiel noch Petersilienwurzel oder Frühlingszwiebeln zugeben. Ich hab auch schon an eine mediterrane Kombination mit getrockneten Tomaten gedacht… Bei meiner Version war ich etwas vorsichtig mit dem Salz, deshalb muss ich noch etwas nachwürzen, wenn ich die Brühe verwende. Aber da müsst ihr einfach etwas ausprobieren und sehen, was euch am besten schmeckt.

So, jetzt seid ihr dran: Welche Gemüsebrühe-Kombi verwendet ihr am liebsten? Ganz klassisch oder variiert ihr mit anderen Zutaten?

 

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4 Kommentare

    1. Vielen Dank, liebe Wanderknolle! Ich benutze diese Basis-Brühe auch wirklich oft und es spart enorm Zeit, wenn man nicht für jede Kleinigkeit anfangen muss, Karotten und Sellerie zu schnippeln.

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