Chilis einlegen: Die perfekte Ergänzung zu Burger, Pizza oder einfach auf’s Käsebrot

Regenwetter am Wochenende! Und bevor ihr vor Langeweile vergeht oder euch aus Verzweiflung noch dem Hausputz widmen müsst (ja, ich kenne diese tragischen Tage auch 😉 ), hab ich noch schnell ein Rezept für euch. Ich finde einen kleinen Wintervorrat an Chilis ja ungemein wichtig, denn wenn es draußen schon eisig kalt ist, sollte einem wenigstens das Essen zum schwitzen bringen.

Ich liebe Chilis! Egal ob frisch vom Strauch, in leckeren Saucen oder als Pulver: Die kleinen Scharfmacher dürfen bei mir (fast) nie fehlen! Leider sind die meisten Chilis, die man bei uns so findet, alles andere als scharf und auch immer gleich. Mir fehlt da die Abwechslung, deshalb hab ich vor vielen Jahren angefangen, meine eigenen Chilis anzubauen. Seitdem tummelt sich bei mir eine bunte Mischung aus gelben Trinidad Scorpion, roten Prik Chii Nuu, schwarzen Ancho Mulato, den lustigen, die Farbe wechselnden Aurora und vielen mehr.

20160928_123524-1
Viele bunte Chilis 🙂

Aber was tun, wenn sie reif werden? Ich esse die Chilis ja gern zum Frühstück aufs Brot, der Vitamin C-Gehalt der kleinen Teufel ist enorm, aber mit den Frühchten von etwa 20 Pflanzen wäre ich frühstückstechnisch für die nächsten Jahre versorgt 😉 Na, dann werden sie einfach eingemacht. Ich schwöre da auf die ganz klassische Variante, mit Essig, Zucker und Salz. Das geht ganz leicht in die Richtung eingelegte Jalapenos und schmeckt super auf Burgern, Pizza, in Wraps oder einfach auf’s Käsebrot.

Die Zutaten

  • 300 g Chilis – am besten bunt gemischt
  • 1/2 Liter Essig – ich nehme weißen, denn dann kommen die Farben der Chilis gut zur Geltung
  • 3 EL Zucker
  • 6 TL Salz
20160928_151340-1
Alle Chilis werden in dünne Ringe geschnitten

Das Rezept

Jetzt kommt die Arbeit für lange Regentage: Ihr wascht die Chilis und schneidet sie in Scheiben. Je nachdem ob ihr es etwas schärfer wollt oder lieber nicht, entfernt ihr die Kerne oder lasst sie drin. Seid ihr damit fertig, gebt ihr den Essig, das Salz und den Zucker in einen Topf und bringt das Ganze zum kochen. Nun gebt ihr die Chilis zu, lasst alles noch einmal aufkochen und verteilt die Chilis nun in sterile Gläser. Gießt diese mit der Essig-Mischung auf, bis die Chilis komplett bedeckt sind, verschraubt die Gläser fest und stellt sie noch heiß auf den Kopf, damit sich der Deckel schön fest zieht.

So eingemacht könnt ihr die Chilis noch eine ganze Weile lang verwenden. In meinen Chili-stärksten Jahren hat der Vorrat etwa 1 Jahr gehalten, schlecht waren sie aber trotzdem nicht.

20160928_161301-1
Einmal kurz aufkochen lassen und schon könnt ihr die Chilis in die Gläser füllen

Ihr könnt dieses Basis-Rezept natürlich auch variieren, Zwiebelringe oder frischen Knoblauch zugeben, verschiedenen Essig verwenden oder das Ganze mit Kräutern abrunden. Der Phantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt.

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, bin ich kein Fan davon, Dinge einfach wegzuschmeißen, die man eigentlich noch verwenden kann. Deshalb sammle ich das ganze Jahr über Gläser, die ich hübsch finde oder die zum einlegen geeignet sind. Diese werden gespült und im Keller aufbewahrt, bis sie dann zum Beispiel für dieses Rezept zum Einsatz kommen. Vor Verwendung koche ich sie noch einmal in einem Topf mit Wasser aus, um sie steril zu machen. Die Gläser könnt ihr dann natürlich nach Herzenslust verzieren oder beschriften. Ist persönlicher, spart Geld und freut unseren Planeten!

20161001_105632-1
Anstatt Packpapier könnt ihr natürlich auch bunte Servietten oder Geschenkpapier nehmen

Jetzt seid ihr dran: Mögt ihr Eingelegtes auch so gern wie ich? Was wandert bei euch im Herbst in den Kochtopf und die Einmachgläser?

Kommentar verfassen