Saft selber machen: Wie viele Vitamine bleiben da noch übrig? *Werbung*

Ich hab mich über den Entsafter-Test mit Konsumgöttinnen und dem Philips HR1921/20* gefreut wie blöd, war es doch schon immer mein Traum, meinen Saft selbst herzustellen. Ohne Haltbarmacher, ohne Zusatzstoffe, mit ganz viel frischen Vitaminen. Stolz wie Oscar hab ich meinem Partner das erste Glas selbstgemachten Apfel-Orange-Saft entgegengehalten und mich darüber gefreut, dass es mir so viel leichter fällt, meine täglichen Portionen Obst und Gemüse zu mir zu nehmen. „Naja, so wirklich viele Vitamine sind da aber auch nicht mehr übrig“, hat er mir entgegnet. Hmm.. Hat er recht? Wie viele Vitamine und Nährstoffe sind eigentlich tatsächlich übrig, wenn Äpfel & Co entsaftet sind?

Gesunde Ernährung ist mir schon seit langer Zeit sehr wichtig. Möglichst wenig Zusatzstoffe und Zucker, möglichst viel frisch zubereitetes Essen, 2 – 3 Liter Wasser oder ungesüßter Tee und mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag waren für mich kein Problem – bis jetzt! Seitdem ich schwanger bin, hat sich alles geändert. Hab ich vorher warmen Porridge mit Birnenstückchen und Zimt zum Frühstück geliebt, so wird mir jetzt übel davon. Nach dem Mittagessen bekomme ich wahnsinnige Lust auf ein Stück Gebäck und zum Kochen fehlt mir oft die Energie. Blöd, denn gerade jetzt muss ich doppelt auf meine Ernährung achten und suche so immer wieder nach kleinen Tricks, um mir Gemüse immer wieder schmackhaft zu machen.

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Aus Äpfeln, Karotten und Orangen wird ruck-zuck ein leckerer Saft gemischt

Der Entsafter kam mir da gerade recht, aber nach der Aussage von meinem Partner ist mir auch wieder eine Aussage aus dem Film „That Sugar Movie“ eingefallen, in dem kritisiert wird, dass mit dem Entsafter eine Maschine gebaut wurde, die es schafft, dem Obst alles Gesunde zu entziehen und nur den Zucker übrig zu lassen. Ist das tatsächlich so? Gaukeln wir uns mit selbst gemachtem Saft die gesunde Ernährung nur vor?

Achtung: In Fruchtsäften stecken jede Menge Kalorien!

Bei meiner Suche nach Antworten stoße ich als erstes auf einen Artikel der „Apotheken-Umschau“ , der bestätigt, was ich bereits wusste: In Fruchtsäften stecken, bedingt durch den Fruchtzucker, jede Menge Kalorien! Vergleicht man 1 Liter Cola und 1 Liter Saft, so steckt in beidem die gleiche Menge an Kalorien. Das soll natürlich nicht heißen, dass man nun nur noch Cola trinken soll, weil sich das ja eh nichts nimmt. Nein, es soll eher darauf hinweisen, dass man auch Säfte mit Vorsicht und als Durstlöscher besser mit Wasser gemischt genießen soll. Aber was ist mit den Vitaminen?

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Luftdicht verschlossen konnte ich den Saft problemlos 1 – 2 Tage im Kühlschrank lagern

Vitamine, Vitalstoffe und Antioxidantien bleiben bedingt erhalten

Je nach Zusammensetzung des Saftes, so die Apotheken-Umschau, findet man auch entsprechende Vitamine in den Säften. Vitamin C, aber auch verschiedene B-Vitamine, sowie Kalium und kleinere Mengen an Magnesium und Eisen kann man neben den Kalorien auch in den Säften finden. Laut der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) kann ein 0,2 Liter großes Glas Obst-oder Gemüsesaft sogar eine der empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse ersetzen – jedoch ist darauf zu achten, dass dies nicht täglich geschieht und dass man nicht die komplette empfohlenen Menge durch Saft ersetzt!

Na gut, das ist eine Meinung, aber was sagen die anderen? Fündig werde ich beim „Zentrum der Gesundheit“: Auch hier wird davon berichtet, dass in Säften Vitalstoffe, Enzyme und Antioxidantien stecken, ebenso wie organische Mineralstoffe und biverfügbare Spurenelemente. Ebenso findet man hier Berichte über die heilende und entgiftende Wirkung von verschiedenen Säften. Frisch gepresster Karottensaft zum Beispiel, über eine gewisse Zeit in einer gewissen Menge getrunken, senkt laut einer Studie der Kingsville University in Texas den Blutdruck, Orangensaft schützt vor Rheuma.

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Auch Sellerie macht sich gut im Saft

Saftgenuss – aber in Maßen!

So schlecht kann der Saft also nicht sein – wenn man ihn in Maßen genießt! Den Fruchtzucker sollte man nie unterschätzen und ich halte mich weiterhin daran, von meinen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag maximal 2 als Obst zu mir zu nehmen. Einen kleinen Trick habe ich noch gefunden: Ich mische mir selten reinen Fruchtsaft, sondern mische ihn oft mit Gemüse. Besonders gerne mag ich die Kombination mit Karotte, denn die passt sich perfekt an Orangen an und hat relativ wenig penetranten Eigengeschmack. Sellerie find ich auch lecker, obwohl der schon recht speziell ist. Aber gerade das gibt so mancher fruchtigen Kombi den speziellen Kick.

Im Großen und Ganzen bin ich von den Angaben im Netz positiv überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass doch noch verhältnismäßig viel übrig bleibt von den gesunden Nährstoffen. Jetzt bin ich aber gespannt auf eure Meinungen:

Habt ihr euch auch schon mit dem Thema beschäftigt? Was sagt ihr zu Vitaminen und Nährstoffen aus selbstgemachtem Saft – sinnvolle Ergänzung des Ernährungsplans oder unnötige Obst-Verschwendung?

 

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