Selbstgemachter Zwiebelsaft – So geht’s der Erkältung an den Kragen

Ich bin kein Fan von Arzneimitteln, wirklich nicht! Wenn es nicht anders geht, dann muss man sie nehmen, das ist klar. Zum Glück bin ich bei einem Arzt, der das voll und ganz verstehen kann, sonst wäre er sicher schon an mir verzweifelt 😉 Gerade bei kleineren Weh-Wehchen wie Erkältungen & Co greife ich da gerne auf  Hausmittelchen zurück. Und die helfen, das könnt ihr mir glauben! Als mich im Frühjahr Halsschmerzen und ein böser Husten geärgert haben, ging es ihm mit diesem Saft an den Kragen:

Zwiebelsaft – klingt schon ein bisschen ekelig, oder? So ging’s mir anfangs auch, als ich das erste Mal davon gehört hab. Trotzdem bin ich einfach kein Freund von Medikamenten und chemischen Arzneien. Erkältungen werden bei mir normalerweise mit Kräutertee, Kamillen-Inhalation und ganz viel Ruhe behandelt. Jetzt hab ich ein neues Zaubermittel gefunden: Zwiebelsaft.

Irgendwie war’s ja klar – es ist Ostern, wir haben ein paar Tage frei und ich werd krank. Wär ja auch zu schön, wenn es anders wäre… Und dann auch noch diese ekeligen Halsschmerzen… Halsschmerzen strengen meinen Körper aus irgendeinem Grund so an, dass ich den ganzen Tag nur schlafen könnte. Ich hab diesmal echt keine Lust darauf, aber was tun? Da fällt mir doch glatt ein, dass ich vor Kurzem mal in einer Gruppe über „Zwiebelsaft“ gelesen habe. Klingt ekelig, aber wenn’s hilft…

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Klingt ekelig, hilft aber: Selbstgemachter Zwiebelsaft

Nachdem ich mir bei Chefkoch mehrere Rezepte angeschaut habe, hab ich mich quasi für eine Mischung aus allen entschieden:

Die Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • Kandiszucker oder Honig
  • 1/2 Zitrone
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Da hat sich schon der erste Saft gebildet

Das Rezept

Zuerst holt ihr euch ein großes, verschließbares Glas. Irgendwas in Richtung Marmeladenglas oder Einweckglas. Dann schält ihr die Zwiebel und schneidet sie in Ringe. Oder Halbringe, wenn ihr euch beim Ringe schneiden genau so geschickt anstellt wie ich😉 Anschließend schichtet ihr in das Glas immer eine Lage Zwiebelringe und dann ein paar Kandisbrocken oder aber etwas Honig. Die letzte Schicht sind Zwiebeln. Nun presst ihr die halbe Zitrone aus und gebt den Saft darüber.

Das Ganze lasst ihr nun stehen, möglichst nicht zu warm. Nach etwa 1 – 1 1/2 Stunden hat sich schon der erste Saft gesetzt, den ihr nun trinken könnt. Ich habe etwa 2 EL davon genommen und den Rest dann wieder stehen lassen, denn nach 1 – 2 Stunden hat sich neuer Saft gebildet, den ihr dann wieder verwenden könnt.

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Ich hab nach etwa 2 Tagen immer neuen Saft angesetzt

Eigentlich ist der Zwiebelsaft ja ein Hustenmittel, ich habe ihn in meiner Verzweiflung einfach mal bei Halsschmerzen und „leichtem Hüsteln“ probiert. Geht super, das Hüsteln ist weg und die Halsschmerzen schon nach 2  x 2 EL viel viel besser, ich fühl mich wie ein neuer Mensch. Und frag mich natürlich, wieso ich meine Abneigung gegen den Saft nicht schon früher überwunden habe.

By the Way: Der Saft schmeckt fast gar nicht nach Zwiebeln, sondern durch den Zucker und den Zitronensaft richtig süß und frisch. Mir fast etwas zu süß, deshalb werde ich das nächste Mal die komplette Zitrone darüber pressen und etwas weniger Kandis rein schichten. Aber das kann ja jeder nach Geschmack variieren.

In diesem Sinne: Gute Besserung!

Kennt ihr auch solche Hausmittel, auf die ihr immer zurück greift, wenn Unwohlsein im Anmarsch ist? Verratet ihr sie mir?

 

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