Nussig, fruchtig, lecker: Husarenkrapferl für den Plätzchenteller

Jetzt geht’s aber richtig rund in der Bloggerwelt und jeder knallt seine besten Plätzchenrezepte raus. Ihr denkt, bei mir bleibt ihr verschont? Nö! Pech gehabt! 😉 Aber ich versprech euch auf jeden Fall, dass ich mich auf die Rezepte beschränke, die ich wirklich selbst richtig lecker finde und die so gut wie jedes Jahr wieder mit dabei sind. So auch dieses hier: Husarenkrapferl, gefüllt mit Johannisbeergelee. Fruchtig, lecker und schon seit meiner Kindheit ein Muss!

Ich würde nie Plätzchen nur des Aussehens wegen backen, denn wenn ich an die Butterplätzchen meiner Oma denke, ist ganz klar dass eines stimmen muss: Der Geschmack! Die sind zwar immer riesig, meist auseinandergelaufen, weil der Teig beim Backen warm wurde und oft auch nur teilweise oder gar nicht verziert, aber sie gehören definitiv zu den besten Plätzchen, die ich kenne! Trotzdem finde ich bei den Husarenkrapferl neben dem hammer Geschmack auch die Optik ganz toll: Mit dem weißen Puderzucker und der roten Marmelade setzen sie einen Farbtupfer zwischen Lebkuchen, Schokoladenbrot und Kokosmakronen. Aber genug geredet, jetzt geht’s ab in die Backstube:

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Mmmmh, frisch gebackene Husarenkrapferl!

Die Zutaten (für ca. 70 Stück)

Für den Teig

  • 200 g Butter (weiche!!!)
  • 100 g Zucker
  • 2 Eigelbe
  • das Innere von 1 Vanilleschote (hebt den Rest auf! Geht prima fur Vanillezucker)
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mehl
  • 80 g geriebene Haselnüsse

Zum Füllen & Verzieren

  • ca. 150 g Johannisbeergelee (oder anderer Fruchtgelee)
  • Puderzucker

Sonstige Helferlein

  • 1 Kochlöffel mit abgerundetem Ende
  • 1 Backunterlage
  • 1 Sieb
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Der Teig wird vor dem Kaltstellen zu Rollen geformt

Das Rezept

  • Los geht’s mit den Basiszutaten: Butter, Zucker, Eigelbe, Vanille und Salz werden schön kräftig zu einem Teig verknetet. Macht bei mir die Küchenmaschine – super Sache!
  • Anschließend siebt ihr das Mehl dazu und knetet auch die Haselnüsse in die Masse.
  • Jetzt formt ihr aus dem Teig zwei lange Rollen, wickelt diese in Alufolie und stellt sie für mindestens 2 Stunden kalt. Warum erst formen? Ganz einfach: Wenn ihr den Teig erst kalt stellt und dann aus dem kalten Teig Rollen formen müsst, bevor ihr mit den eigentlichen Plätzchen beginnt, dann wird der Teig ja wieder warm und folglich laufen die Plätzchen. Also: Erst formen, dann kalt stellen, dann Plätzchen formen. Schlaue Katja 😀
  • Kurz bevor ihr mit den Plätzchen beginnt, heizt ihr den Ofen auf etwa 170 – 180°C Umluft vor.
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Die Plätzchen werden mit genügend Abstand auf ein Backblech gelegt
  • Ist der Teig schön kalt, nehmt ihr ihn aus dem Kühlschrank (oder holt ihn von der Terrasse) und schneidet gleichmäßige Scheiben davon ab.
  • Die Scheiben formt ihr zu schönen Kugeln und drückt in jede Kugel mit dem Ende des Kochlöffels eine Kuhle in die Kugel. Sie darf ruhig schön tief sein und ihr könnt sie auch etwas größer machen, denn da muss später die Marmelade rein 😉
  • Anschließend legt ihr die Plätzchen auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Blech. Lasst ihnen aber etwas Platz, denn die Dinger gehen auf!
  • Nun dürfen sie bei 170 – 180°C Umluft für etwa 15 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen. Schaut aber lieber schon ein paar Minuten früher nach, denn auch hier gilt: Jeder Ofen ist anders und wenn diese kleinen Leckereien zu dunkel werden, schmecken sie leider bitter.
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Die Husarenkrapferl sollten nicht zu dunkel werden
  • Die Plätzchen lasst ihr nun erstmal auskühlen.
  • Sind sie erkaltet, geht’s weiter: Gebt etwas Puderzucker in ein feines Sieb und bestreut damit die Husarenkrapferl. Sie dürfen ruhig schön weiß sein.
  • Nun ist die Marmelade dran: Macht damit etwa eine halbe Tasse voll und erhitzt sie dann vorsichtig (!!!!) in der Mikrowelle oder im Wasserbad. Wenn die Marmelade warm ist, rührt ihr erstmal schön kräftig um, damit ihr eine flüssige Masse habt. So lässt sie sich viel besser in die Plätzchen füllen.
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Bevor die Marmelade eingefüllt wird, werden die Krapferl ordentlich gezuckert
  • In die Vertiefung eines jeden Plätzchens gebt ihr jetzt bis zum Rand Marmelade. Da müsst ihr euch einfach vorsichtig ran tasten, denn wenn man zu viel erwischt, läuft sie aus.
  • Die fertigen Plätzchen lasst ihr jetzt 1 – 2 Tage trocknen, bevor ihr sie in hübsche, weihnachtliche Keksdosen füllt. Aber nicht schon vorher alle aufessen, diese Gefahr besteht nämlich, wenn die ein paar Tage in der Küche rum stehen 😉

Guten Appetit!

Ach ja, wie ihr die übrig gebliebenen Eiweiße am besten verwendet, verrate ich euch dann beim nächsten Mal.

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Viele leckere Husarenkrapferl

4 Kommentare

  1. wow die sehen aus wie diese aus der tüte.. oh man ich weiß grad nicht wie die heißen, aber die wecken total die kindheitserinnerungen 🙂 mal schauen ob sie bei mir auch so aussehen aber das wage ihc noch zu bezweifeln 😛 Grüße aus dem familienhotel meran
    Claudia

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