Pudding einfach selbst gemacht – ohne Pulver, ohne Tütchen

„Don’t eat anything your grandma wouldn’t recognize as food!“ Oder zu Deutsch: „Esse nichts, was deine Oma nicht als Lebensmittel erkennen würde!“ Frag mich bitte nicht, wo ich den Spruch zum ersten Mal gehört habe, aber ich musste erstmal kräftig darüber lachen. Denkt man genauer darüber nach, steckt allerdings eine Menge Wahrheit darin und lustig ist daran so gar nichts mehr…

„Don’t eat anything your grandma wouldn’t recognize as food!“

Saccarose, Dextrose, Stärkesirup, Malzextrakt oder Süßmolkenpulver – das sind nur einige der unzähligen Namen, unter denen sich Zucker ganz versteckt in unseren Speiseplan einschleicht. Häufig geschieht dies beim Kauf von Convenience-Produkten. Ein schneller Blick auf die Zutatenliste, keinen Zucker entdeckt, alles gut. So einfach ist das leider nicht mehr, denn seitdem wir immer figur- und ernährungsbewusster werden, versucht die Lebensmittelindustrie natürlich alles, um gewisse Stoffe unter einem anderen Namen zu verstecken.

Schwefeldioxid, Natriumsulfit, Betanin, Natriumbenzonat, Calciumsulfit, Magnesiumdigluatmat und Calciuminosinat sind nur einige weitere Namen, die wir häufig auf der Liste der Inhaltsstoffe unserer Lebensmittel finden. Was sich im Einzelnen dahinter verbirgt? Ich hab keine Ahnung! Ich kann dir lediglich sagen, dass es sich um Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Emulgatoren handelt.  Geht es dir genauso? Dann solltest du spätestens jetzt stutzig werden und mal genau darüber nachdenken, ob du wirklich Dinge in deinem Essen haben möchtest, von denen du nicht einmal genau weißt, was sie eigentlich sind.

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Frische Früchte, Beeren, Leinsamen und Mandelstückchen ergeben ein herrliches Topping für die Vanille-Quark-Creme

Schon vor Jahren habe ich sämtliche Fix-Packungen aus meinem Vorratsschrank verbannt

Ich möchte das nicht! Ich möchte ganz genau wissen, was ich esse. Wenn ich koche, dann koche ich mit Zwiebeln, Karotten, frischem Gemüse und Fleisch und nicht mit irgendwelchen Sulfiten, Glutamaten und Benzonaten. Ich möchte das Gemüse schmecken und nicht irgendwelche Geschmacksverstärker und Aromastoffe, die mir vorgaukeln, mein Essen würde nach Gemüse schmecken. Deshalb bin ich schon vor Jahren dazu übergegangen, sämtliche Fix-Packungen aus meiner Küche zu verbannen. Anfangs dachte ich, dass jetzt ein riesen Aufwand auf mich zukommt, denn mit Fix-Packungen und Pülverchen geht ja alles viel schneller. Glaub mir, so schlimm ist es nicht. Kochen macht unglaublichen Spaß, entspannt mich prima nach der Arbeit und mit ein paar Tipps und Tricks hat man auch auf die Schnelle immer was parat. Hab ich es mal eilig, greife ich zum Beispiel auf meine selbstgemachte Gemüsebrühe zurück, von der ich immer ein paar Würfel eingefroren habe.

Noch ein positiver Nebeneffekt: Die Küchenschränke sind plötzlich viel leerer (außer natürlich, du bist wie ich fest davon überzeugt, dass man immer 10 verschiedene Mehle zu Hause haben muss, falls man nachts um 3 doch mal spontan Lust bekommt, ein Brot zu backen 😀 ) und es gibt schon mal ein paar Dinge weniger, bei denen man sich Gedanken um’s Haltbarkeitsdatum machen muss.

Vor Kurzem bin ich dann zum nächsten Schritt übergegangen, denn da gab es ein Produkt, das ich immer noch in Tütchen gekauft habe und das ging mir ganz gewaltig auf die Nerven! Also hab ich mich einfach mal ran getraut und ein bisschen umherexperimentiert. Gut, sonderlich schwer ist es auch nicht. Man nehme ein Tütchen, lese das Inhaltsverzeichnis und lasse einfach die bösen Zusatzstoffe weg. Tadaa, schon hat man einen einfachen, selbst gemachen Vanillepudding, der aus Dingen besteht, die man meist eh zu Hause hat.

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Mit frischen Früchten und Mandelstiften wird aus dem Pudding ruck-zuck eine gesunde Mahlzeit

Die Zutaten(für etwa 1 – 2 Portionen, je nachdem, ob Nachtisch oder Hauptmahlzeit)

  • 200 ml Milch
  • 2 EL Milch
  • 1/2 TL gemahlene Vanille (gibt es hier*)
  • 2 EL Speisestärke
  • Nach Belieben Honig oder Vanillezucker (ich nehme ½ TL Honig)
  • optional: ein Eigelb

Das Rezept

  • Zuerst bringst du die 200 ml Milch in einem Topf zum kochen. Vorsicht: Milch neigt dazu, schnell anzubrennen!
  • Währenddessen rührst du die Speisestärke mit den 2 EL Milch glatt.
  • Wenn die Milch kocht, rührst du die Stärkemischung und die gemahlene Vanille unter und lässt alles unter Rühren noch etwa 1 Minute kochen.
  • Wenn du magst, kannst du noch ein Eigelb zugeben. Dieses wird ebenfalls gut mit der Masse verrührt, darf aber nicht mehr aufkochen. Dadurch wird der Pudding etwas fester. Ich lasse es meistens weg.
  • Dann nimmst du den Topf von der Kochstelle und rührst den Honig unter.

Fertig – guten Appetit!

Ich liebe ja Pudding-Quark-Creme zum Frühstück! Das Rezept ist das Gleiche, nur dass ihr am Ende noch 1 – 2 EL Magerquark unterrührt. Das gibt dem Ganzen dann einen leicht säuerlichen Geschmack, den ich wahnsinnig gerne mag! Garniert mit frischen Früchten und Mandeln hast du ruck-zuck ein leckeres Frühstück.

Das Ganze funktioniert übrigens auch in der Schoko-Variante. Anstatt dem TL Vanille gibst du einfach etwas Kakaopulver* (das echte, nicht das total übersüßte Getränkepulver!) oder, wenn du es ganz dekadent möchtest, etwas geschmolzene Schokolade in die Milch. Wenn du Kakaopulver verwendest, wirst du aber etwas mehr Honig oder Zucker zugeben müssen, denn sonst schmeckt es zumindest mir zu bitter.

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2 comments

  1. Das das so einfach geht wusste ich nicht! Denn ich muss zugeben bei Pudding nehme ich auch immer noch das fertigprodukt… Zwar das von Alnatura aber ganz ehrlich das muss ich echt mal ausprobieren! Vielen Dank für das Rezept!!

    1. Hi Anja,

      so ging es mir auch ganz lange, bis ich endlich mal den „inneren Schweinehund“ überwunden und mich ran getraut habe. Ich find’s klasse, denn so spar ich mir schon wieder ein paar Tütchen, die ablaufen könnten.

      Liebe Grüße, Katja

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