Vegetarischer Freitag: Mexikanische Reispfanne

Ich kann mich noch genau daran erinnern: Bei meiner Oma gab es Freitags nie Fleisch! Obwohl mein Opa und sie wahnsinnig gern Wurst und Fleisch gegessen haben, war da immer der eine Tag in der Woche, an dem sie darauf verzichtet haben. Heute, in Zeiten der Massentierhaltung und unserer „ich kann alles immer haben“-Gesellschaft, in der wir im Überfluss konsumieren und Lebensmittel, die „nicht mehr schön aussehen“ ohne mit der Wimper zu zucken in die Tonne werfen, ist es für mich an der Zeit, die Tradition meiner Großeltern wieder aufleben zu lassen: Herzlich Willkommen zum vegetarischen Freitag!

Für mich ist der vegetarische Freitag symbolisch für zwei fleischfreie Tage, die ich pro Woche einhalte. In einem meiner vorherigen Beiträge habe ich schon darüber berichtet, wie wichtig es für mich ist, gute Lebensmittel zu verwenden und diese auch schätzen zu können. Dazu gehört es, auch einfach mal zu verzichten. Vielleicht geht es dir ja genauso und auch du möchtest bewusst konsumieren und einfach mal verzichten. Deshalb möchte ich hier mit dir meine liebsten vegetarischen Rezepte teilen – nicht an jedem Freitag, aber immer, wenn ich hier etwas sinnvolles mitzuteilen habe 😉

Los geht’s mit einer Bohnen-Reis-Pfanne oder wie ich sie auch nenne: Mexikanische Reispfanne. Das Rezept ist eine Eigenkreation und sicher nicht aus Mexiko. In meiner Kindheit gab es aber gelegentlich diese 5-Minuten-Einrühr-Gerichte, die man in heißem Wasser aufkocht. Eines davon nannte sich „Mexikanische Reispfanne“ und hat – soweit ich mich erinnern kann – ähnlich geschmeckt.

20170120_130008-1
Lecker Reispfanne mit Bohnen und Paprika

Die Zutaten (für 2 Portionen)

  • 125 g Vollkorn-Reis
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Paprika
  • 200 g grüne Bohnen / Brechbohnen (Tiefkühl)
  • 200 g Kidney-Bohnen (Dose)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 200 ml passierte Tomaten
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf Chili

Das Rezept

  • Du beginnst am Besten mit dem Reis, denn Vollkorn-Reis braucht in etwa eine halbe Stunde, bis er gar ist. Also, ab damit in den Topf und nach Packungsanweisung kochen.
  • Die Zwiebel putzt du und hackst sie in kleine Stücke.
  • Die Paprika wäschst du und schneidest sie in mundgerechte Stückchen.
  • Bringe jetzt etwa 500 ml Wasser zum Kochen und gare darin die Brechbohnen für etwa 15 Minuten.
  • Erhitze etwas Öl (ich nehm Sonnenblumenöl) in einer Pfanne und brate die Zwiebeln darin an.
  • Gib nun das Tomatenmark zu, damit auch dieses etwas anbrät. So bekommst du leckere Röstaromen für dein Gericht.
  • Jetzt gibst du die Paprika in die Pfanne und brätst auch die etwas mit.
  • Ist der Reis fertig, darf auch dieser in die Pfanne, ebenso wie die passierten Tomaten.
  • Rühre alles kräftig durch und würze es mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und wenn du magst auch mit etwas Chili.
  • Nun mischst du die Brechbohnen und die Kidneybohnen zu, erwärmst alles und schmeckst es noch einmal ab.

Guten Appetit!

20170120_130103-1
Früher aus dem Tütchen, heute frisch gekocht: „Mexikanische“ Reispfanne

Ballaststoffe bringen den Darm in Schwung

Mit dem Vollkornreis und den Bohnen haben wir hier jede Menge Ballaststoffe in einer Pfanne vereint. Die sind nicht nur toll für unsere Figur, weil sie kaum Kalorien haben, sondern bringen auch unseren Darm in Schwung. Die Darmbakterien ernähren sich von Ballaststoffen, wodurch ihre Tätigkeit angeregt und unsere Verdauung verbessert wird, was natürlich auch positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Wichtig ist hier aber, dass du genügend trinkst, denn die Ballaststoffe quellen im Darm weiter auf und brauchen dazu natürlich auch entsprechend viel Flüssigkeit.

Keine „leeren Kalorien“ dank Vollkorn

Ich verwende gerne Vollkornreis anstatt „polierten“ Reis. Zum einen finde ich, dass der viel besser schmeckt, zum anderen besitzt er nicht so viele leere Kalorien. Die Kalorien sind natürlich nicht tatsächlich leer. So bezeichnet man aber die Art von Lebensmitteln, die zwar Kalorien liefern, aber kaum Nährstoffe. Dazu gehören zum Beispiel weißes Mehl, Alkohol oder Haushaltszucker. Vollkornprodukte haben hingegen eine wesentlich höhere Nährstoffdichte. Zum einen bedeutet das für unseren Körper, dass neben der Energie, die in dem Lebensmittel steckt, je nach Zusammensetzung des Produktes auch noch weitere Vitamine, Mineralstoffe und anderes daraus gewonnen werden kann. Zum anderen braucht der Körper auch länger, um solche Produkte bei der Verdauung in seine Einzelteile zu zerlegen, die er dann verstoffwechseln kann. Dadurch, dass er im Vorfeld schon einiges an Arbeit leisten muss, kann er die Einzelteile natürlich auch erst nach getaner Arbeit an das Blut abgeben. Diese langsame Abgabe sorgt dafür, dass unser Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt, was uns länger satt macht und kurzfristige „Spitzen“, gefolgt von schnellem Hunger, vermeidet.

4 comments

  1. Liebe Katja, ich dachte mir, ich schaue auch mal bei dir vorbei 🙂 Die Reispfanne ist klasse und ja, ich erinnere mich auch noch ganz genau an die Tütenversion davon. Gab´s im Studium zuhauf 😀

    Deine Version ist aber viel besser und wird bei uns auch mal getestet. Ich mag solche Gerichte!

    LG Marsha

    1. Liebe Marsha,
      vielen Dank für deinen Besuch auf meiner Seite 🙂 Jaja, die guten Tütengerichte. Da gab’s noch die Käsenudeln, Nudeln mit Pilzen und diverse weitere. Ich hoffe, meine Version schmeckt euch 🙂
      LG, Katja

Kommentar verfassen