Vollkorntoast – lecker, frisch und selbst gebacken

Ganz ehrlich, ich esse selten Toast. Dabei mag ich ihn ab und an richtig gern! Schön knusprig, noch warm, mit Butter und von der Hitze leicht angeschmolzenem Käse – ein Traum! Oder morgens, mit etwas Butter, Honig und einer in Scheiben geschnittenen Banane. Mmmmh – lecker! Genau so ein Foto hat mir heute gleich nach dem Aufstehen das Wasser im Mund zusammen laufen lassen und dafür gesorgt, dass gerade eine Schüssel voll mit Teig vor dem Ofen geht.

Wie hochwertig können die Zutaten sein, wenn eine Packung Toast gerade mal 50 Cent kostet?

Aber zurück zum Toast… Du fragst dich vielleicht, wieso ich ihn so selten esse, wenn ich ihn doch eigentlich mag. Tja, das liegt ganz allein an der industriellen Verarbeitung und dem schlechten Nährstoffgehalt. Toast wird aus Weißmehl gebacken und das ist nun mal voll von leeren Kalorien. Das bedeutet, dass das Weißmehl einen sehr geringen Nährstoffgehalt hat. Es macht uns nur kurz satt, wird schnell verstoffwechselt und lässt unseren Blutzucker deshalb in die Höhe schießen – mit dem Ergebnis, dass der Hunger schon nach kürzester Zeit wieder da ist. Dazu kommt, dass ich, wie du sicher schon gemerkt hast, nicht so viel von industriell gefertigten Produkten halte. Ganz ehrlich, wie hochwertig können die Zutaten für eine Packung Toastbrot, die für 50 Cent verkauft wird, denn schon sein?

Aber auch dem Vollkorntoast trau ich nicht über den Weg. Häufig wird dieser genauso aus Weißmehl gebacken. Seine leicht bräunliche Farbe bekommt er lediglich durch eine kleine Menge Vollkornmehl oder ein paar geschrotete Körner, die dem Toast zugegeben werden. Die Masche scheint zu funktionieren, denn ein Großteil der Konsumenten greift so fröhlich zu Vollkorntoast und denkt, sich damit etwas Gutes zu tun.

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Lecker, frisch und voller guter Zutaten: Selbstgebackener Vollkorntoast

Selbstgebackenes – meine Nummer 1!

Ich zähle da entweder auf Brot vom Handwerksbäcker meines Vertrauens oder auf Selbstgebackenes. Zufällig stand da heute noch etwas Dinkelmehl und Dinkelvollkornmehl im Schrank und da war klar, heute starte ich meinen ersten Toast-Versuch! Der Vorteil an Selbstgebackenem liegt für mich ganz klar darin, dass ich alles ganz nach meinem Geschmack zugeben kann – sei es nun das Mehl, die Biomilch oder die Körner und Samen, die dem Ganzen den letzten Schliff geben.

Vorweg kann ich dir schon mal sagen, dass mir das Toastbrot traumhaft schmeckt! Meine ersten Scheiben gab es ganz kurz nach dem Backen, mit selbstgemachtem Mandelmus und Bananenscheiben. Ich weiß, man sollte Brot so kurz nach dem Backen nicht anschneiden und gerade als Brotback-Wiederholungstäterin sollte ich das eigentlich wissen. Tu ich auch, aber ich kann mich einfach nicht zurück halten, wenn da so ein lecker duftendes Gebäck vor mir liegt 😉 Wie du siehst, muss ich nur das mit den Backformen noch in den Griff bekommen. Ich hab nur zwei Kastenformen – eine Große (30 cm) und eine Kleine (viel kleiner als 30 cm). Tja, die Große ist zu groß und die Kleine zu klein 😀 Jetzt investiere ich mal in eine neue, 25 cm Backform. Mit der sollte es dann hin hauen.

So, jetzt aber zu dem, was dich hier eigentlich interessiert:

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Frischer Dinkel-Vollkorn-Toast

Die Zutaten (für 1 Toastbrot, ca. 30 cm Kastenform)

  • 200 g Dinkelmehl
  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 350 ml Milch
  • 100 g Margarine (Butter geht auch, Margarine ist aber schon so schön weich)
  • 8 g Salz
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Sesamsamen
  • 1 EL Chiasamen

Das Rezept

  • Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und rühre sie gut durch. Am Besten für 8 – 10 Minuten, bei mir macht das die Küchenmaschine* ganz prima.
  • Jetzt lässt du den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen. Je länger, desto besser. Wenn du aber genauso ungeduldig bist wie ich, dann tun es die 60 Minuten auch.
  • Jetzt fettest du eine Kastenform. 30 cm wären perfekt. Wenn sie größer ist, dann wird dein Brot etwas flacher, so wie bei mir ungefähr 😉
  • In der Kastenform darf der Teig noch einmal für etwa 15 – 30 Minuten gehen.
  • In der Zwischenzeit heizt du den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vor.
  • Ist der Ofen warm und der Teig gegangen, backst du das Brot für 45 Minuten. Wie immer mein Tipp: Schau etwa 10 Minuten vor Ende der Backzeit mal nach der Farbe. Ist dir das Brot schon braun genug, kannst du es für den Rest der Zeit mit einem Stück Alufolie abdecken.
  • Wenn das Brot abgekühlt ist, schneidest du dir dünne Scheiben ab und toastest sie. Du kannst das Brot natürlich auch komplett aufschneiden und portionsweise einfrieren, so hast du immer was auf Vorrat.

Guten Appetit!

P. S. Mit Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl und Sesamsamen hab ich schon wieder ein kleines Stück auf meinem Weg zum Aufbrauchen der „alten“ Vorräte geschafft 😉

 

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2 comments

  1. Hey,

    habe deinen Blog über Facebook gefunden und muss sagen, ich bin begeistert. Es liest sich alles herrlich einfach und man bekommt direkt Lust, mit dem Kochen anzufangen. Weiter so!

    Lg Lisa

    1. Liebe Lisa, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Das freut mich sehr, denn genau das war mein Ziel – meinen Lesern (die nicht eh schon in diesem Bereich unterwegs sind) gesunde Ernährung und Kochen näher zu bringen.
      LG, Katja

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