„Pannenkoeken gehen immer!“ – Niederländische Buchweizenpfannkuchen

Tadaa, ich setze meine guten Vorsätze um: Alle Vorräte, die noch in meinem Küchenschrank vor sich hindümpeln, werden aufgebraucht! Gut für euch, denn dadurch gibt es bald jede Menge neuer Rezepte 😉 Was das alles mit Buchweizenmehl, unserem Besuch in Rotterdam und dem Pannenkoekenboot zu tun hat, lest ihr hier:

Dass Pfannkuchen in den Niederlanden einen sehr hohen Stellenwert haben, ist uns spätestens klar, als wir das Pannenkoekenboot sehen, das auf der Maas fröhlich seine Runden dreht. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hier um ein Boot, auf dem man während der Fahrt fröhlich Pfannkuchen futtern kann. Angeboten werden verschiedene Fahrten, so zum Beispiel die „Pancake Cruise“ oder eine Hafenrundfahrt. Während der Fahrt darf man nicht nur die Skyline Rotterdams und den Hafen bestaunen, sondern auch nach Herzenslust Pfannkuchen futtern.

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Pannenkoeken mit Heidelbeermarmelade, frischen Heidelbeeren und Hagelslag

Aber wo kommt sie her, die Liebe zu den Pfannkuchen?

Tja, das interessiert mich auch. Genaues über die Pannenkoeken konnte ich leider nicht herausfinden. Eine heiße Fährte gibt es aber doch: Die Poffertjes! Poffertjes sind etwa handflächengroße, dicke Gebäckstücke, ähnlich dem Pfannkuchen. Serviert werden die mit Puderzucker bestreuten Poffertjes klassisch mit Butterstückchen, für die Süßschnäbel utner euch gibt es noch Zuckerrübensirup, den sogenannten „Stroop“, dazu. Auf www.poffertje.de[1] komme ich dem Rätsel etwas näher, denn dort heißt es, dass das Gebäck seinen Ursprung in der Nähe von Bordeaux hat, wo Mönche im Jahre 1795 begonnen haben, Buchweizenmehl für ihre Hostien zu verwenden. Diese Abwandlung hat die Menschen so begeistert, dass das Rezept sogar bis in die Niederlande getragen wurde, wo die kleinen Gebäckstücke auf Jahrmärkten verkauft wurden.

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Da fährt es, das Pannenkoekenboot

Möglicherweise war das ja der Ursprung der heute so beliebten Pannenkoeken, die nicht nur auf dem gleichnamigen Boot, sondern auf in Pfannkuchenhäusern, den sogenannten Pannenkoekenhuizen, serviert werden. Und dort gibt es sie in sämlichen Variationen: Egal ob süß mit Apfelkompott, Stroop oder Schokostreuseln, einfach nur mit Puderzucker oder herzhaft mit Schinken und Käse oder Tomate-Mozzarella, bei der Vielzahl an unterschiedlichen Toppings ist sicher für jeden was dabei!

Ich habe heute ein Rezept für euch, das ich auf der Seite NiederlandeNet[2] gefunden habe. Hier finden wir nämlich über das Buchweizenmehl die Verbindung zur Geschichte der Poffertjes und schließlich auch zu meinem Vorratsschrank, der darauf wartet, geleert zu werden.

Buchweizen-Pfannkuchen

Die Zutaten (für etwa 6 Stück)

Das Rezept

  • Gib alle Zutaten in eine Rührschüssel und verquirle sie zu einer homogenen Masse.
  • Schnapp dir eine große Pfanne, erhitze sie auf dem Herd und gib etwas Butter oder Butterschmalz hinein.
  • Nun füllst du etwa einen Schöpfer Teig hinein und streichst diesen vorsichtig glatt, so dass er die ganze Pfanne ausfüllt.
  • Backe die Pfannkuchen nun von beiden Seiten, bis sie eine leicht bräunliche Färbung bekommen.
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Pfannkuchen mit herzhafter Füllung

Die Pfannkuchen kannst du nun nach Herzenslust entweder süß oder herzhaft belegen. Ich bin Fan der herzhaften Variante und habe mich für folgende Füllung entschieden:

Schinken-Lauch-Füllung

Die Zutaten (für etwa 4 Stück)

  • 100 g gekochter Schinken
  • 100 g Frischkäse natur
  • 100 g Reibekäse
  • 4 Champignons
  • 1 Stange Lauch
  • Salz
  • Pfeffer

Das Rezept

  • Zuerst putzt du Champignons und Lauch und schneidest beides in feine Scheiben bzw Ringe. Den Schinken schneidest du in kleine Würfel.
  • Nun erhitzt du etwas Öl in einer Pfanne und brätst zuerst den Lauch darin an.
  • Anschließend gibst du die Champignons zu und brätst sie drei, viel Minuten mit.
  • Gib nun den Schinken in die Pfanne und brate ihn ebenfalls kurz an.
  • Jetzt reduzierst du die Hitze, gibst den Frischkäse hinzu und würzt alles mit Salz und Pfeffer. Je nach Belieben kannst du natürlich auch noch etwas Oregano oder frische Kräuter zugeben.
  • Am Schluss kommt der Käse in die Pfanne und wird ebenfalls kurz erhitzt, damit er leicht anschmilzt.
  • Die Füllung verteilst du jetzt mittig auf den Pfannkuchen und schlägst jeweils das Ende und die Seiten ein.

Guten Appetit!

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Pannekoeken in gesund mit Heidelbeerquark, gehackten Mandeln und frischen Kiwis

Ich hab im Buch „Deliciously Ella – genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“* zum ersten Mal von Buchweizen gelesen. Ganz ehrlich – mein Geschmack ist er nicht – zumindest nicht, wenn er als einziges Mehl verwendet wird. Aber die Vorräte müssen verwendet werden, denn Lebensmittel schmeißt man nicht weg und deshalb hab ich dem Zeug noch eine Chance gegeben. Man glaubt es kaum, aber in dieses Rezept passt das Buchweizenmehl so herrlich hinein, dass ich meine Pfannkuchen nie wieder anders machen werde! Und das ist auch gut so, denn die kleinen Körner sind so richtig gesund!

Buchweizen – glutenfrei und gesund

Der Name lässt vermuten, dass Buchweizen* so wie der „normale“ Weizen auch zu den Getreidesorten zählt. Tut er aber nicht – er wird den Knöterichgewächsen zugeordnet. Ihren Namen verdankt die Pflanze lediglich dem Aussehen ihrer Körner, die dem allseits bekannten Getreide recht ähneln. Deshalb auch hier der Unterschied: Weizen – glutenhaltig, Buchweizen – glutenfrei. Überraschenderweise bringen die kleinen Körnchen auch jede Menge Eiweiß mit: Rund 10g sind in 100 g Buchweizen enthalten. Zusätzlich versorgt uns Buchweizen noch mit dem Spurenelement Eisen, das wichtig für den Sauerstofftransport im Blut ist, mit B-Vitaminen wie Vitamin B1 und B2 und mit weiteren Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Magnesium, die wir für schöne Haut, glänzende Haare und das Zusammenspiel zwischen Muskeln und Nerven benötigen. Du siehst also, die kleinen Körner sind eine richtiges Wunderwerk an Nährstoffen!

Impressionen aus Rotterdam

Wir sind zwar nicht mit dem Pannenkoekenboot gefahren, aber eine Hafenrundfahrt haben wir uns trotzdem gegönnt. Ein paar Impressionen davon findest du gleich im Anschluss. Na, bist du jetzt etwas neugierig auf die Niederlande geworden? Von meinen ersten Eindrücken berichte ich dir hier.

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Blick auf die Skyline von Rotterdam
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Rotterdam bei Sonnenuntergang
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Auch der Blick in eine Werft ist während der Hafenrundfahrt möglich

[1] http://www.poffertje.de/geschichte-der-poffertjes/

[2] https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/service/rezepte/pfannkuchen.html

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