Chia-Pudding – mein gesunder Start in den Tag

Oldie but Goldie… Heute gibt es wieder einen ehemaligen Food-Trend, dessen Hype schon lange vorbei ist, der bei mir (bzw uns) immer noch sehr hoch im Kurs steht. Warum? Ganz einfach: Weil er lecker und gesund ist und schon am Vorabend ganz einfach vorbereitet werden kann! Quasi das perfekte Frühstück für alle, die’s eilig haben. Na, hast du schon erraten, wovon ich rede? Richtig – vom guten, alten Chia-Pudding. Ich stelle dir heute zwei Varianten vor: Eine exotische mit Kokosdrink und eine schokoladige mit Milch.

Ich sag’s, wie es ist: Der größte Chia-Fan bei uns im Haus ist mein Freund. Er könnte den Pudding jeden Tag essen, am liebsten in der Schoko-Variante und mit frischen Heidelbeeren oben drauf. Bei mir darf es da etwas mehr Abwechslung sein, den Pudding gibt’s da immer so phasenweise. Was definitiv nicht heißt, dass er mich weniger begeistert. Gerade hab ich für mich eine ganz neue, köstliche Variante gefunden: Chia-Pudding mit Kokos. Mmmmh, lecker!

Kokos-Chia-Pudding

Die Zutaten (1 Portion)

  • 2 EL Chia-Samen*
  • 100 ml Kokos-Reis-Drink (ich nehm den von Allos, der ist ohne Zuckerzusatz, aber von Natur aus leicht süß)
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 TL getrocknete Trauben
  • Frische Früchte (hier: Kiwi und Apfel)

Das Rezept

  • Für den Pudding verrührst du einfach nur die Chia-Samen mit dem Kokos-Drink. Das war’s. Fertig.
  • Jetzt heißt es warten – entweder über Nacht, dann ab damit in den Kühlschrank. Wenn du den Chiapudding erst am Morgen vorbereitest, dann muss er mindestens 30 – 45 Minuten quellen, bis die Konsistenz eben so pudding-artig glibberig ist.
  • Ist der Pudding fertig, gibst du zuerst die Sonnenblumenkerne darauf.
  • Anschließend verteilst du die getrockneten Trauben darauf. Ich hab meine selbst im Dörrautomaten getrocknet, da wir eine Rebe im Garten haben.  Alternativ kannst du natürlich auch ein paar gekaufte Rosinen nehmen.
  • Zum Schluss schneidest du den Apfel und die geschälte Kiwi in kleine Stücke und toppst den Pudding damit. Sieht schön aus, schmeckt lecker und wenn du das Ganze gleich in einem Glas oder einer Dose zubereitest, ist es das ideale Frühstück für unterwegs.

Guten Appetit!

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Lecker: Chia-Pudding mit Kokosmilch und frischen Früchten

Schoko-Chia-Pudding

Die Zutaten (1 Portion)

  • 2 EL Chia-Samen*
  • 100 ml Milch
  • ½ TL Kakaopulver
  • ¼ TL Honig
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 EL Leinsamen
  • Frische Heidelbeeren (alternativ: Obst-Pürree)

Das Rezept

  • Für den Chia-Pudding gibst du die Chia-Samen, die Milch, das Kakaopulver und den Honig in ein Gefäß und verrührst alles gut, bis sich Honig und Kakaopulver aufgelöst haben.
  • Anschließend gibst du die Leinsamen und die Sonnenblumenkerne zu und lässt das Ganze entweder über Nacht im Kühlschrank oder aber mindestens 30 – 45 Minuten quellen, bis die Konsistenz etwas fester wird.
  • Nun gibst du je nach Geschmack entweder frische Heidelbeeren darauf oder mischst dir ein Obstpürree. Ich finde, eine Mischung aus ½ Apfel und ½ Birne passt hier prima dazu und ist auch ruck-zuck mit dem Stabmixer zubereitet.

Guten Appetit!

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Für Schokofans: Chiapudding mit Kakaopulver, Trauben und Fruchtpürree

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Ich habe dir nun zwei meiner liebsten Rezepte vorgestellt. Generell ist aber zu sagen, dass deiner Phantasie bei der Zubereitung des Puddings keine Grenzen gesetzt sind! Gerade eben habe ich den Pudding noch mit Kokosflocken getoppt, die schmecken immer so schön sommerlich und irgendwie steh ich grad total auf diesen Geschmack. Wenn du eher der Nuss-Fan bist, dann probier den Pudding doch mal mit gehackten Mandeln oder Walnüssen. Im Winter liebe ich die Schoko-Variante mit frischer Kaki, im Sommer schmecken frische Erdbeeren in Stücken oder als Pürree super. Auch die Flüssigkeit kannst du variieren: Bist du nicht so der Kokos-Fan, dann probier doch mal Mandelmilch oder etwas Apfelsaft.

Chiasamen – kleine Körner, große Wirkung

Sicher hast du schon einmal von Chiasamen im Zusammenhang mit „Superfoods“ gehört. Ich bin ja normalerweise nicht so der Fan von diesen „Superfoods“, weil viele meiner Meinung nach überteuert sind und ganz einfach durch heimische Alternativen ersetzt werden können. Bei den schwarzen Körnchen mach ich aber eine Ausnahme, denn der Pudding ist einfach so dermaßen lecker, dass er schon fest in meinen Speiseplan integriert ist. Und auch die Inhaltsstoffe der kleinen Powerpakete können sich sehen lassen:

100 g Chia-Samen enthalten je nach Produkt rund 20 g Eiweiß, 35 – 40 g Kohlenhydrate und 30 g Fett. Wichtig zu erwähnen ist hier aber, dass in den Kohlenhydraten KEIN Zucker enthalten ist. Auch die Zusammensetzung der Fette ist äußerst günstig für unseren Körper, denn hier finden sich nur 4 g gesättigte Fettsäuren, dafür aber 3 g einfach ungesättigte und ganze 23 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren! Hier handelt es sich um die guten Omega 3-Fettsäuren, die deinem Körper viel Gutes tun können: Sie schützen vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), vor Herz-Kreisauf-Erkrankungen, senken einen zu hohen Blutdruck und hemmen Entzündungsreaktionen.

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Frisches Obst und leckerer Chia-Pudding bieten Energie für den gesunden Start in den Tag

Zuckerfreier Sattmacher, großartiger Eiweiß-Lieferant

Mit ihren rund 38 g Kohlenhydraten, in denen kein Gramm Zucker steckt, eignen sich die Samen super zur Sättigung, in diesem speziellen Fall am Morgen. Sie lassen unseren Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schnellen, wie süße Cornflakes oder Knuspermüslis, sondern geben ihre Energie nach und nach ab und machen so lange satt. Nicht umsonst haben schon die Inka Chiasamen als Reiseproviant mit sich geführt, wenn sie weitere Strecken zurück legen mussten.

Aber auch der Eiweiß-Anteil der kleinen Körnchen ist nicht zu verachten. Dieses wird dazu benötigt, um in unserem Körper Enzyme, Hormone, Antikörper und körpereigenes Eiweiß aufzubauen. Unsere Zellen erneuern sich ständig, da die Zellsubstanz einem ständigen Verschleiß unterliegt. Auch hier leistet Eiweiß seine Dienste. Es ist die Grundsubstanz von Knorpeln und Bindegewebe und wird im Körper zur Energiegewinnung verwendet. Jeder, der sich schon einmal mit Muskelaufbau beschäftigt hat, weiß, dass unser Körper auch dazu Eiweiß benötigt, denn die Muskeln bestehen nun mal zu einem Großteil aus Eiweiß – ein weiteres Plus für die Chia-Samen.

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Kokos Chia Pudding mit Erdbeerpürree, Kokosflocken und Mandeln

Ausreichend trinken, auf Blutdruck achten

Wie du ja schon in meinem Rezept gelesen hast, quellen Chiasamen. Das liegt daran, dass die Körnchen auch jede Menge Ballaststoffe enthalten. Diese quellen nicht nur, während sie in der Milch liegen, sondern tun dies auch noch in unserem Darm. Gut für unsere Verdauung, denn dadurch wird sie gefördert. Wichtig ist es hier aber, ausreichend zu trinken, damit die Samen ihre Aufgabe auch erfüllen können!

Bei niedrigem Blutdruck solltest du ebenfalls vorsichtig sein, denn wie schon erwähnt, haben Chiasamen eine blutdrucksenkende Wirkung. Bei meinen Recherchen bin ich in der Apotheken-Umschau auch auf den wichtigen Hinweis gestoßen, dass Chia-Samen unter Umständen blutverdünnend wirken können! Wer also unter einer Gerinnungsstörung leidet, schon Blutverdünner einnimmt oder kurz vor einer OP steht, der klärt besser vorab mit seinem Arzt ab, ob die Samen bedenkenlos verwendet werden können.[1] Lieber einmal öfter gefragt, als hinterher Probleme.

Du siehst also, es ist nicht ganz unbegründet, warum die kleinen Samen mein Herz im Sturm erobert haben. Wenn dich das noch nicht überzeugt, dann hilft nur eines: Ausprobieren! Vielleicht magst du ja dein liebstes Chia-Pudding-Rezept in den Kommentaren mit mir teilen?

 

[1] http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Chia-Samen-Wirklich-ein-Superfood-491003.html

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