Vollkornnudeln mit Wirsing-Champignon-Sauce

Wirsing – das typische Wintergemüse! Ich liebe ihn in allen Variationen, egal ob als Gemüse, als Auflauf oder jetzt ganz neu zu Nudeln. Ein bisschen ärgert es mich ja schon, dass gerade jetzt, wo ich dieses leckere Rezept verblogge, der Frühling Einzug hält und die Sonne eher nach bunten, knackigen Frühlingsrezepten ruft. Aber da müsst ihr jetzt durch 😉 Es gibt Wirsing, das Gericht ist super lecker und die Frühlingsküche gibt es dann ab der nächsten Woche.

Wie so oft, war dieses Rezept ein reines Zufallsprodukt. Ich hab mich letztens zum ersten Mal an Wirsingchips versucht (die übrigens total lecker waren), nur bekommt man aus einem Kopf Wirsing so dermaßen viele raus, dass ich ihn gar nicht komplett verbrauchen konnte. Was also tun mit diesem halben Wirsingkopf im Kühlschrank? Eigentlich ne blöde Frage, kochen natürlich. Also ran an die Reste – raus gekommen sind diese leckeren Vollkornnudeln mit Wirsing-Champignon-Sauce.

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Das Wintergemüse mal anders: Nudeln mit Wirsing-Champignon-Sauce

Die Zutaten (für 2 Portionen)

  • 160 g Vollkornnudeln
  • Ca. 500 g Wirsing (oder wie viel ihr eben übrig habt)
  • Ca. 200 g Champignons
  • 1 große Zwiebel
  • 200 g Saure Sahne
  • 100 ml Kochwasser vom Wirsing (nach dem blanchieren auffangen)
  • Sonnenblumenöl
  • 1 Prise Natron
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Muskat

Das Rezept

  • Die Nudeln brauchen ihre Zeit, deshalb fangen wir mit denen an. Schnapp dir einen Topf und koch sie nach Packungsanweisung.
  • Nun bringst du einen großen Topf Wasser zum Kochen, schneidest währenddessen den Wirsing in kleine Stücke (ca. 2 x 2 cm) und wäschst ihn gut.
  • Wenn das Wasser kocht, gibst du eine Prise Natron ins Wasser und blanchierst den Wirsing für 5 Minuten.
  • Bevor du den Wirsing abgießt, nimmst du etwa 100 ml des Kochwassers weg und stellst es Beiseite.
  • Erhitze nun etwas Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne oder einem flachen Topf mit großem Durchmesser, schneide die Zwiebel in feine Würfel und brate sie glasig.
  • Putze nun die Champignons, schneide sie in Scheiben und gib sie ebenfalls in die Pfanne.
  • Nun brätst du auch den Wirsing für ein paar Minuten mit.
  • Gieß das Ganze mit dem Kochwasser auf und würze es mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat.
  • Reduziere die Hitze und gib die saure Sahne zu. Die sollte übrigens nicht mehr kochen, denn sonst flockt sie unappetitlich auf.
  • Jetzt schmeckst du das Ganze nochmal ab und servierst es dann zu den Nudeln.
  • Käse geht für mich immer und ich finde, etwas Reibekäse macht sich auch zu diesem Gericht sehr gut.

Guten Appetit!

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Geriebener Parmesan passt perfekt zu diesem leckeren Pastagericht

Wirsing – winterliche Vitaminbombe

Im Wirsing steckt jede Menge Vitamin C. Gerade jetzt im Winter, wo frisches, regionales Obst knapp ist, aber dafür Erkältungsviren an jeder Ecke lauern, können wir gar nicht genug davon bekommen! Eine große Portion Wirsing pro Tag deckt übrigens schon den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. (Quelle: www.gesundheit.de) Vitamin C stärkt unser Immunsystem und gemeinsam mit genügend Flüssigkeit (2 – 3 Liter Wasser oder ungesüßtem Tee pro Tag), ausreichend Bewegung und allmorgentlichem Wechselduschen kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen.

Nitrat in unserem Gemüse – was tun?

Nitrat ist ein Stoff, der für die Pflanzen lebensnotwenig ist, da er sie mit Stickstoff versorgt. Beeinflusst wird der Nitratgehalt der Pflanzen überwiegend durch die Sonneneinstrahlung (reduziert den Nitratgehalt) und die Düngung (erhöht den Nitratgehalt). Durch den Verzehr der Pflanzen nehmen auch wir Nitrat auf, wovon der Großteil jedoch wieder ausgeschieden wird. Ein Teil davon kann aber durch bakterielle Umwandlung auch zu Nitrit werden und das ist nicht ohne! Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass Nitrit in unserem Magen-Darm-Trakt zur Bildung von krebserregenden Stoffen führen kann.

Jetzt den Wirsing vom Speiseplan zu streichen ist aber auch keine Lösung, denn Nitrat findet sich in so gut wie jedem Gemüse, über Salat und Spinat bis hin zu Rote Beete, Auberginen, Blumenkohl und Zucchini, um nur ein paar zu nennen. Wenn du ein paar einfache Regeln beachtest, kannst du die Nitrataufnahme aber ganz einfach reduzieren:

  • Greife bevorzugt zu saisonalem, regionalem Gemüse. Durch Freilandanzucht wird das Gemüse häufig weniger gedüngt als sein Pendant aus dem Treibhaus, außerdem reduziert die Sonneneinstrahlung den Nitratgehalt.
  • Schneide bei Blattgemüse die großen, festen Blattrippen weg und entferne bei Kopfsalat und Chinakohl die äußeren Blätter. Diese sind besonders belastet.
  • Sorge für Abwechslung auf dem Gemüseteller! Nicht alle Gemüse sind gleich belastet und wenn du hier immer schön durchwechselst, musst du dir auch keine Gedanken machen.

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