Es ist Bärlauch-Zeit: Ravioli mit Bärlauch-Ricotta-Füllung

Hast du schon mal Ravioli selbst gemacht? Für mich war es das erste Mal und ich war ehrlich überrascht, wie einfach sich der Teig verarbeiten ließ! Gefüllt haben wir die leckeren Teigtaschen mit einer Mischung aus Bärlauch, Ricotta und getrockneten Tomaten – lecker, sag ich dir!

Wie, du wunderst dich, warum da heute am Montag ein neues Rezept ist? Na, ganz einfach: Das Baby ist da und das bedeutet, dass ab jetzt jemand anderes die Termine bestimmt 😉 Deshalb war es die letzte Woche auch so ruhig hier – ich durfte die herrliche Krankenhaus-Atmosphäre und die dortige Sterne-Küche genießen. Umso glücklicher bin ich, dass wir jetzt beide zu Hause sind und ich endlich wieder selbst den Kochlöffel schwingen kann. Die Ravioli stammen aber noch aus der Vor-Baby-Zeit, denn da das Nudeln füllen doch etwas Zeit in Anspruch nimmt, wird es diese Leckereien wohl erstmal nicht mehr geben.

Ich muss zugeben, ein bisschen Respekt hab ich vor Nudelteig schon immer gehabt. Bis auf Pierogi und Gnocchi hab ich mich auch noch nie selbst an Nudeln versucht, obwohl frische Pasta doch so lecker ist! Bei meiner Oma gab es früher immer selbstgemachte Suppennudeln, wenn geschlachtet wurde. Da wurde dann frische Fleischbrühe gekocht, die mit den Nudeln zu einer unglaublich leckeren Suppe wurden. Jetzt, etwa 20 – 25 Jahre nach dieser Kindheitserinnerung, werde ich endlich mal selbst aktiv und präsentiere meine erste Kreation in diesem Bereich: Ravioli mit Bärlauch-Ricotta-Füllung!

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Die fertigen Nudeln legst du auf einen Teller oder ein Backblech und deckst sie mit einem Tuch ab

Die Zutaten (für etwa 2 Portionen)

Für den Teig

  • 200 g Hartweizengrieß
  • 200 g Weizenmehl
  • 5 g Salz
  • 4 Eier
  • evtl etwas Wasser

Für die Füllung

Das Rezept

  • Los geht’s mit dem Teig: Dafür verknetest du Mehl, Grieß, Salz und Eier zu einem Teig. Wenn er zu trocken ist, kannst du etwas Wasser zugeben. Aber Vorsicht: Der Teig darf nicht kleben, sonst hast du nachher nämlich keinen Spaß beim Verarbeiten!
  • Für die Füllung röstest du zuerst die Pinienkerne an.
  • Anschließend gibst du alle Zutaten in ein hohes Gefäß und zerkleinerst sie mit dem Pürierstab*.
  • Jetzt kommt es auf deine Küchenausstattung an: Ich stelle dir die Verarbeitung mit Nudelmaschine und Ravioli-Form vor, aber auch eine Möglichkeit, wie du ganz ohne dieses Küchen-Equipment leckere Ravioli bekommst.

Verarbeitung mit Nudelmaschine und Ravioli-Form

  • Wir haben die Nudelmaschine Atlas 150 Wellness von Marcato* im Einsatz. Diese hat 3 Walzen: Eine für Lasagnenudeln, eine für Fettuccine und eine für Tagliolini.
  • Für die Ravioli haben wir eine Ravioli Form von Tupper verwendet. Die ist total praktisch, weil man 3 Ravioli gleichzeitig machen kann. Leider hab ich bei Amazon nur Einzelformen gefunden, wie zum Beispiel diese hier*.
  • Zuerst nimmst du ein Stück Teig ab und walzt es mit der Lasagnewalze der Nudelmaschine immer dünner. Am Ende sollte es mit Stufe 5 gewalzt werden.
  • Diese Teigplatte legst du dann über die Ravioli-Form und gibst einen Teelöffel der Füllung  in jede der Ravioli.
  • Anschließend klappst du die Form zu und drückst sie fest.
  • Klapp die Form wieder auf und fahr die Kontur der Ravioli mit einem kleinen Küchenmesser nach, damit alle Teigreste abgetrennt werden.
  • Die fertigen Nudeln legst du auf einen Teller oder ein Backblech und deckst sie mit einem Tuch ab.
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Herstellung mit Pasta-Maschine und Ravioli-Form

Verarbeitung ohne Zubehör

  • Schnapp dir ein Nudelholz und roll den Teig damit möglichst dünn aus. Er sollte nach Möglichkeit nur noch wenige mm dick sein.
  • Nun nimmst du eine Tasse oder ein Glas und stichst damit Kreise aus dem Teig aus.
  • In die Mitte jedes Kreises gibst du einen Teelöffel Füllung.
  • Anschließend klappst du die Kreise zu, so dass du eine Teigtasche erhälst.
  • Wenn du magst, kannst du die Enden mit einer Gabel festdrücken. Das gibt dann ein schönes Muster.
  • Die fertigen Nudeln legst du auf einen Teller oder ein Backblech und deckst sie mit einem Tuch ab.

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Weitere Verarbeitung für beide Varianten

  • Ist der komplette Teig verarbeitet, bringst du einen großen Topf Wasser zum kochen.
  • Reduziere die Temperatur, so dass das Wasser nur noch simmert.
  • Nun gibst du die Nudeln hinein und lässt sie für etwa 5 Minuten simmern.
  • Jetzt kannst du sie mit einer Schaumkelle heraus nehmen.
  • Die fertigen Ravioli kannst du mit einer beliebigen Sauce servieren.
  • Da die einfachen Dinge aber oft die besten sind, kannst du auch einfach noch ein paar Pinienkerne oder Sonnenblumenkerne rösten, Butter dazu geben, die Ravioli kurz darin schwenken und dann mit frisch geriebenem Parmesan bestreut servieren.

Guten Appetit!

 

Noch befinden wir uns ja mitten in der Bärlauch-Zeit und ich freu mich schon, noch weitere Rezepte mit den würzigen Kräutern ausprobieren zu können! Wozu verwendest du Bärlauch am liebsten?

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