St. Ives – Englands Paradies am Meer

Ich sehe das Meer und muss es einfach tun! Wie ferngesteuert ziehe ich die Schuhe aus, stecke meine Füße in den warmen Sand und genieße die ersten Schritte auf dem körnigen Untergrund. Zielstrebig laufe ich auf’s Wasser zu, krempel die Hose hoch und spüre die leichten Wellen um meine Beine tanzen. Hätte mir jemand erzählt, dass ich genau hier, in England, dem Land, das für sein angeblich so schlechtes Wetter verpönt ist, am liebsten kopfüber ins Meer springen und mich danach in den warmen Sand legen würde, ich hätte die Person ausgelacht!

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Ebbe im Hafen von St. Ives

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Der kleine Hafen, durch den ich gerade bei Ebbe schlendere, befindet sich in St. Ives, einer etwa 11.00 Einwohner starken Stadt     in der Grafschaft Cornwall im Süden Englands. Bei Ebbe liegen die vielen kleinen Fischerboote auf dem Grund auf. Sieht irgendwie so aus, als hätte jemand den Sand hübsch mit ihnen dekoriert. Der kleine Ort St. Ives verdankt seinen Namen dem Heiligen Ia, nach welchem dort auch eine Kirche benannt wurde. Ganz im Südwesten Englands gelegen, ist St. Ives mit seinen wunderschönen Stränden zu einem beliebten Urlaubs- und Ferienort geworden.  Kein Wunder, dass sogar TripAdvisor St. Ives mit den Worten „Der malerische Urlaubsort St. Ives kann sich mit seinen goldenen Sandstränden, die zu den schönsten in England zählen, sehen lassen.“ lobt.

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Kinder planschen im Meer, Sonnenanbeter genießen den Strand und auch einige Surfer kann man hier am Porthmeor Beach dabei beobachten, wie sie die Wellen bezwingen und ihre Kunststücke zeigen. Wenn ich genau überlege, hat St. Ives auch etwas von einem kleinen, verschlafenen Surferstädtchen, mit seinen kleinen Cafes, verwinkelten Gassen und diesem wahnsinns Blick auf’s Meer! Zu schade, dass uns nur so wenig Zeit bleibt, um die vielen kleinen Lädchen zu erkunden und die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen.

 

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Spaziergang durch’s Hafenbett von St. Ives

Auch künstlerisch hat St Ives einiges zu bieten, begründeten doch Bernard Leach und Shoji Hamada die „Leach Pottery“, die auch heute noch in Betrieb ist. Ihr angeschlossen ist ein Museum, in dem die Töpferwaren der beiden und vieler weiterer Künstler ausgestellt werden. Gleich am Porthmeor Beach eröffnete die Londoner Tate Gallery im Jahr 1993 einen Ableger, in dem Werke kornischer Künstler wie z.B. Ben Nicholson oder Barbara Hepworth bestaunt werden können. Das ist nicht so euer Ding und ihr seid eher Freunde der seichten Bildschirmunterhaltung? Kein Problem, denn auch die vielen bekannte Rosamunde Pilcher hat St Ives lieb gewonnen. So sehr, dass sie den Ort unter dem Namen „Porthkerris“ in viele ihrer Bücher aufnimmt und er auch einigen der zugehörigen Romanverfilmungen als Kulisse dient.

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Die ersten Sonnenanbeter tummeln sich an einem der Strände von St. Ives

Für mich darf aber eines nicht zu kurz kommen: Die Gemütlichkeit und das leibliche Wohl! Die englische Küche ist definitiv besser als ihr Ruf und bietet weit mehr als nur „Fish & Chips“. Besonders lieb gewonnen habe ich die „Cornish Pasties“, eine Art kleine Teigtaschen, welche mit unterschiedlichsten Leckereien gefüllt werden und sowohl warm als auch kalt verspeist werden können. Kalt werden sie bei mir aber definitiv nicht – wäre ja auch eine Schande, wenn ich die kleinen Leckerchen alt werden lassen würde, bekommt man sie doch hier ganz frisch in diversen kleinen Bäckereien. Ihr seid eher die Süßschnäbel? Kein Problem, denn es gibt Scones! Was bei uns in Franken „Kaffee und Kuchen“ ist, ist den Engländern ihr „Afternoon Tea“, zu dem die kleinen Gebäckstückchen traditionell mit Clotted Cream, einer Art Schlagrahm, und Konfitüre gereicht werden.

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Blick auf den Hafen von St. Ives

Zu gerne würde ich hier am Abend noch ein Glas Wein genießen und mich an diesem wunderbaren Städtchen und dem weiten Meer satt sehen, doch der Bus wartet nicht. Für mich ist aber klar, dass mich St. Ives definitiv nicht zum letzten Mal gesehen hat!

Hast du Lust auf St. Ives bekommen? Na dann nichts wie los, buch dir dein Hotel! Übernachte doch mal in einem Schloss wie dem Tregenna Castle Resort*! Nichts für dich? Vielleicht gefällt dir ja das Beechwood House* oder das Carlill Guesthouse* besser.

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