Pulled Jackfruit Burger – meine vegane Alternative

Krosse Brötchen, saftige Tomaten, feurige Jalapenos und aromatische Saucen… läuft euch beim Anblick von leckeren Burgern auch sofort das Wasser im Mund zusammen? Dann hab ich hier etwas für euch: Eine vegane Alternative, die dem Original in Punkto Geschmack um nicht viel nachsteht.

Ok, in einem Punkt muss man realistisch sein: Fleisch ist eben Fleisch und geschmacklich durch kein Ersatzprodukt zu ersetzen. Auch klar ist aber, dass das nicht bedeutet, dass es keine leckeren Alternativen gibt. Aber warum braucht man die überhaupt?

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Vegan und lecker: Pulled Jackfruit Burger

Veganer Burger – warum das denn?

Unser Fleischkonsum ist hoch. Der der meisten unter uns sogar zu hoch. Abgesehen vom ethischen Aspekt hat dies aber auch gesundheitliche Folgen: Durch die vielen gesättigten Fettsäuren, die im Fleisch stecken, erhöht sich unser Cholesterinspiegel. Das Salz lässt unseren Blutdruck in die Höhe schießen und die Purine, die im Fleisch stecken, begünstigen den Ausbruch von Gicht.  Natürlich will ich aber keine Panik schüren, denn wie bei den meisten Dingen gilt auch hier: Die Menge macht’s.

Was bedeuetet das aber konkret? Die DGE (www.dge.de) empfiehlt einen wöchentlichen Fleisch- und Wurstkonsum von 300 – 600 g pro Person. Auf den ersten Blick ist das eine Menge. Rechnen wir aber unser tägliches Frühstücksbrötchen mit Wurst, das Schnitzel in der Kantine und die Bolognese zum Abendessen zusammen, so wird klar, der Wert ist schnell erreicht. Für mich ist dies ein Grund, zweimal pro Woche bewusst vegetarisch und einmal pro Woche mit Fisch zu kochen.

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Gesund und lecker: Jackfrucht anstatt Schwein

Aber wie kommt da die Jackfrucht zum Einsatz?

Kennengelernt habe ich das „freche Früchtchen“ auf der Biofach 2017 (www.biofach.de). Am Stand von Jacky F (www.jackyf.de) wurden uns leckere Kostproben gereicht. Auf den ersten Blick mariniertes Fleisch, Konsistenz und Geschmack erinnern an Hühnchen. Umso überraschter war ich, als Julia, Gründerin von Jacky F, uns berichtet, dass es sich hier tatsächlich um Fleisch handelt – um Fruchtfleisch.

Die vegane Alternative kommt ganz ohne Fett daher. Mit nur 72 kcal pro 100 Gramm ist sie ein echtes Leichtgewicht und wirkt sich so nicht nur positiv auf unseren Fleischkonsum, sondern unter Umständen auch auf die Waage aus. Aber genug geredet, ihr seid ja schließlich zum kochen hier:

Die Zutaten (für 4 Portionen)

  • 1 Dose Jackfrucht, grün
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Barbecue-Sauce
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 – 2 EL Sojasauce
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl zum Anbraten
  • Burger-Buns
  • Belag nach Wahl (Jalapenos, Zwiebeln, Avocado, Tomaten, Gurke, Rucola…)
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Ab in die Pfanne, nun muss die Jackfrucht Farbe bekommen

Das Rezept

  • Zuerst gießt ihr die Jackfrucht-Stücke in ein Sieb, spült sie gut ab und tupft sie trocken.
  • Anschließend erhitzt ihr etwas Öl in einer Pfanne, schält Zwiebel und Knoblauch, schneidet beides in kleine Würfel und dünstet die Stückchen in der Pfanne, bis sie glasig sind.
  • Nun gebt ihr die Jackfrucht-Stücke dazu und bratet sie für einige Minuten kräftig an.
  • Jetzt gebt ihr die Saucen, Essig und Wasser dazu. Die Mischung lasst ihr für etwa 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.
  • Die Jackfrucht ist jetzt schön weich, so dass ihr die Stücke mit einem Holzlöffel gut zerstoßen könnt. Das Ganze soll am Ende aussehen wie gezupfte Pulled Pork-Stücke.
  • Den Inhalt der Pfanne gebt ihr nun in eine kleine Auflaufform und lasst alles im Ofen bei ca. 180 Grad noch einmal für 10 – 15 Minuten garen.
  • Anschließend könnt ihr damit beginnen, eure Burger nach Wunsch zu belegen. Anstatt eines Patties verwendet ihr die Jachfrucht-Mischung.

Guten Appetit!

Kennt ihr Jackfrucht bereits und habt vielleicht auch schon mit dem leckeren Fruchtfleisch experimentiert? Was kam bei euch auf den Teller?

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